Essen-Makler-Gottschling-Immobilien

Wohnen im Alter: Ratgeber für Eigentümer in Essen

Das Haus, in dem die Kinder groß geworden sind, passt irgendwann nicht mehr zum Leben, das darin stattfindet. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen vier Wege mit ihren tatsächlichen Kosten – damit Sie in Ruhe entscheiden, solange Sie die Wahl haben, und nicht erst, wenn die Umstände entscheiden.

  • Vier Wege im Vergleich: umbauen, verkaufen, verrenten, umziehen
  • Barrierefreiheit: was ein Umbau in Essen realistisch kostet
  • Förderung und Pflegekasse: welche Zuschüsse tatsächlich abrufbar sind
  • Kapital freisetzen: ohne das gewohnte Zuhause aufzugeben

Ratgeber kostenlos anfordern

Sie erhalten das komplette PDF in wenigen Minuten per E-Mail.

Ratgeber-Download (universal)

Lieber direkt fragen?

Per WhatsApp schreibenAntwort meist am selben Tag

Kostenlos. Kein Abo. Abmeldung jederzeit mit einem Klick.

Der beste Zeitpunkt ist früher, als die meisten denken

Fast alle Eigentümer stellen sich diese Frage zu spät – nämlich dann, wenn ein Sturz, eine Diagnose oder der Tod des Partners die Entscheidung erzwingt. In dieser Lage bleiben selten mehr als zwei Möglichkeiten, und beide sind teuer.

Wer dagegen mit 65 oder 70 in Ruhe rechnet, hat alle vier Wege offen, kann Fördermittel beantragen, in Ruhe einen Käufer finden und den Umzug selbst gestalten. Der Unterschied zwischen einer geplanten und einer erzwungenen Entscheidung liegt bei einer Immobilie schnell im fünfstelligen Bereich – und in deutlich mehr Lebensqualität.

Ihr Vorteil beim frühen Rechnen: Sie behalten die Wahl. Und Sie behalten die Verhandlungsposition, die man nur hat, solange man nicht muss.

Die vier Wege und was sie kosten

1. Umbauen und wohnen bleiben

Schwellen entfernen, Bad umbauen, Treppenlift einbauen. Bei einem typischen Essener Einfamilienhaus liegen die Kosten für einen bedarfsgerechten Umbau je nach Umfang im mittleren fünfstelligen Bereich. Die Pflegekassen bezuschussen wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bei vorliegendem Pflegegrad; ergänzend gibt es Programme für altersgerechten Umbau. Nicht alles lässt sich baulich lösen: Ein Haus mit drei Etagen und einem Garten von 600 Quadratmetern bleibt aufwendig, auch barrierefrei.

2. Verkaufen und kleiner wohnen

Der klarste Weg. Aus einem Haus im Essener Süden wird eine barrierefreie Wohnung in fußläufiger Lage plus freies Kapital. Die Rechnung geht auf, wenn der Wohnungsmarkt am Zielort mitspielt – gerade in gefragten Essener Lagen ist passender Ersatz knapp und sollte gefunden sein, bevor verkauft wird.

3. Verrenten

Wohnen bleiben und trotzdem Kapital freisetzen, gegen Einmalzahlung, monatliche Rente oder beides, abgesichert durch ein eingetragenes Wohnrecht oder Nießbrauch. Passt für Eigentümer, die bleiben wollen und keine Erben haben, die das Objekt übernehmen möchten.

4. Umziehen ins Betreute Wohnen

Eigenständige Wohnung mit zubuchbaren Leistungen. In Essen gibt es entsprechende Angebote in mehreren Stadtteilen, die Wartelisten sind allerdings lang. Wer diesen Weg erwägt, meldet sich frühzeitig an – auch unverbindlich.

Was in Essen konkret zur Verfügung steht

  • Pflegestützpunkte und Wohnberatung der Stadt Essen beraten kostenfrei zu Umbau, Hilfsmitteln und Finanzierung.
  • Zuschüsse der Pflegekasse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen setzen einen anerkannten Pflegegrad voraus. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
  • Programme für altersgerechten Umbau stehen als Zuschuss oder Kredit zur Verfügung. Auch hier gilt: Antrag vor Auftrag.
  • Wohnberatungsstellen prüfen vor Ort, welche Maßnahmen tatsächlich nötig sind – häufig weniger, als Anbieter vorschlagen.

Der Ratgeber führt diese Stellen mit dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich auf, damit Sie nicht dreimal telefonieren.

Die Frage, die alles zusammenhält

Alle vier Wege hängen an einer Zahl: dem heutigen Wert Ihrer Immobilie. Sie bestimmt, ob ein Umbau im Verhältnis steht, welche Wohnung Sie sich nach einem Verkauf leisten können, was eine Leibrente einbringen würde und wie viel Spielraum Sie insgesamt haben.

Erstaunlich viele Eigentümer schätzen diesen Wert deutlich zu niedrig ein, weil sie noch mit Preisen von vor zehn oder fünfzehn Jahren rechnen. Gerade in Essener Stadtteilen mit guter Anbindung liegt der Wert häufig erheblich über der eigenen Vorstellung – was manche Entscheidung leichter macht, als sie zunächst aussieht.

Das steckt im Ratgeber

  • Der richtige Zeitpunkt: warum frühe Planung Geld und Wahlfreiheit rettet
  • Bestandsaufnahme: was Ihre Immobilie im Alter leisten muss
  • Umbauen: Maßnahmen, Kosten und was baulich möglich ist
  • Zuschüsse von Pflegekasse und Förderprogrammen richtig beantragen
  • Verkaufen und kleiner wohnen: die Rechnung im Detail
  • Leibrente und Nießbrauch verständlich erklärt
  • Betreutes Wohnen und Wohngemeinschaften in Essen
  • Erben einbeziehen: wie Sie Streit vermeiden
  • Checkliste: Ihre Entscheidung in acht Schritten

Ihr Ansprechpartner

Christian Gottschling

Immobilienexperte aus Essen. Er begleitet Eigentümerinnen und Eigentümer in Essen bei genau dieser Entscheidung – ohne Drängen und mit einer Bewertung, die zeigt, welcher Spielraum tatsächlich besteht.

0201 202001  ·  hallo@essenmakler.de  ·  Gemarkenstr. 1, 45147 Essen

Häufige Fragen

Ab wann sollte ich mich mit dem Thema befassen?

Sinnvollerweise, solange Sie gesundheitlich unabhängig sind – in der Regel zwischen 65 und 70. Dann stehen alle Wege offen, Fördermittel lassen sich beantragen und ein Verkauf kann ohne Zeitdruck vorbereitet werden.

Was kostet ein barrierefreier Umbau?

Das hängt stark vom Objekt ab. Ein bedarfsgerechter Badumbau liegt häufig im unteren fünfstelligen Bereich, ein Treppenlift kommt hinzu. Eine Wohnberatung vor Ort zeigt, welche Maßnahmen tatsächlich nötig sind – oft weniger als angeboten wird.

Zahlt die Pflegekasse etwas dazu?

Bei anerkanntem Pflegegrad bezuschusst die Pflegekasse wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Wohnen mehrere Anspruchsberechtigte im Haushalt, kann sich der Betrag erhöhen.

Ist eine Leibrente sinnvoll?

Sie passt für Eigentümer, die in ihrer Immobilie bleiben wollen, Kapital benötigen und keine Erben haben, die das Objekt übernehmen möchten. Entscheidend sind die Absicherung des Wohnrechts im Grundbuch und ein fair gerechneter Rentenbarwert. Der Ratgeber zur Leibrente geht darauf im Detail ein.

Was ist mit meinen Kindern und dem Erbe?

Jede dieser Entscheidungen wirkt sich auf den Nachlass aus. Deshalb lohnt es sich, die Kinder früh einzubeziehen – nicht, um sie entscheiden zu lassen, sondern um spätere Überraschungen zu vermeiden. Offene Gespräche zu Lebzeiten verhindern die meisten Erbstreitigkeiten.

Weitere Ratgeber, die dazu passen

Dieser Ratgeber vermittelt allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Pflegeberatung. Förderbedingungen ändern sich; den aktuellen Stand prüfen Sie bitte bei den zuständigen Stellen.