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Sanierungspflicht bei Eigentümerwechsel: Das müssen Sie wissen

Aktualisiert am 23.09.2026: Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) statt des Gebäudeenergiegesetzes. Die Pflicht, Öl- und Gaskessel nach 30 Jahren auszutauschen, ist entfallen, ebenso die 65-Prozent-Vorgabe für neue Heizungen. Käufer und Erben von Ein- und Zweifamilienhäusern müssen nach bisherigem Kenntnisstand weiterhin innerhalb von zwei Jahren nach der Grundbucheintragung eine ungedämmte oberste Geschossdecke und ungedämmte Leitungen in unbeheizten Räumen dämmen. Mehr dazu: Muss die alte Heizung vor dem Verkauf raus?

Sanierungspflicht beim Immobilienkauf: Ein Leitfaden für Käufer und Verkäufer

Der Eigentumsübergang nach dem Kauf bzw. Verkauf einer Immobilie ist ein bedeutender Schritt – besonders wenn es um Sanierungspflichten geht. Dieser Leitfaden klärt die wichtigsten Fragen rund um Sanierungspflichten beim Immobilienkauf und -verkauf.

Was bedeutet Sanierungspflicht?

Eine Sanierungspflicht umfasst gesetzlich vorgeschriebene bauliche Maßnahmen, die Immobilieneigentümer durchführen müssen. Die häufigsten Bereiche sind:

  • Energetische Sanierung: Dämmung und Heizungsmodernisierung
  • Bauliche Modernisierung: Anpassung an aktuelle Standards
  • Sicherheitsrelevante Arbeiten: Reparaturen an wichtigen Systemen

Wer ist verantwortlich?

Grundsätzlich gilt: Der neue Eigentümer – Käufer – übernimmt mit dem Kauf auch die Sanierungspflichten. Dies betrifft:

  • Gesetzliche Vorgaben (z.B. GEG)
  • Denkmalschutzauflagen
  • Vertraglich vereinbarte Sanierungen

Wichtige gesetzliche Grundlagen

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt vor: 

  • Austausch alter Heizkessel (älter als 1991) binnen zwei Jahren
  • Dachdämmungspflicht bei Häusern ab Baujahr 1984

Besonderheiten bei Eigentumswohnungen

Bei Eigentumswohnungen gelten besondere Regelungen:  Gemeinschaftliche Sanierungspflichten für:

  • Dach
  • Fassade
  • Gemeinsame Anlagen

Prüfung vorhandener Rücklagen ist essentiell

Praktische Tipps für den Immobilienkauf/-verkauf

Vor dem Eigentumsübergang:

  • Professionelles Gutachten einholen von einem zertifizierten Energieberater
  • Sanierungspflichten im Kaufvertrag regeln
  • Fördermöglichkeiten prüfen

Sie wollen die häufigsten Fehler beim Kauf und Verkauf von Immobilien vermeiden?

Wir haben die 10 häufigsten Fehler beim Immobilienverkauf für Sie zusammengestellt. Lesen Sie hier, welche (teuren) Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Chancen durch Sanierung

Sanierungsmaßnahmen bieten auch Vorteile:

  • Wertsteigerung der Immobilie
  • Bessere Energieeffizienz
  • Höherer Wohnkomfort
  • Attraktivität für künftige Käufer

Verstehen Sie den Energieausweis?

Lesen Sie eine ausführliche Anleitung zum Energieausweis. Anschließend sind Sie in der Lage den Energieausweis, dessen Aufbau und die Informationen im Detail zu verstehen.

Fazit

Eine gründliche Prüfung der Sanierungspflichten ist unverzichtbar. Sowohl Käufer als auch Verkäufer profitieren von:

  • Frühzeitiger Information
  • Klaren vertraglichen Regelungen
  • Professioneller Beratung

Mit diesem Wissen können Sie fundierte Entscheidungen beim Immobilienkauf oder -verkauf treffen und böse Überraschungen vermeiden.

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