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Fenster tauschen vor dem Verkauf

Immobilien in Essen
Neue Fenster ohne Lüftungskonzept schaffen ein neues Problem

Ein Januarmorgen in Holsterhausen. Draußen null Grad, drinnen läuft die Heizung seit Stunden. Am unteren Rand der Wohnzimmerscheibe steht Wasser, im Schlafzimmer hat sich in der Fensterecke ein dunkler Fleck gebildet, und in einem der Fenster liegt der Beschlag nicht innen, sondern zwischen den beiden Scheiben, wo man ihn nicht wegwischen kann. Drei verschiedene Befunde, drei völlig verschiedene Antworten — und nur einer davon heißt: neue Fenster.

Wann Fenster wirklich fällig sind

Es gibt vier Befunde, die eindeutig sind, und drei, die es nicht sind.

Eindeutig fällig. Einfachverglasung, also eine einzige Glasscheibe ohne Zwischenraum — daran ist nichts zu retten. Beschlag zwischen den Scheiben: Dann ist der Randverbund des Isolierglases undicht, das Gas ist weg, Feuchtigkeit sitzt dauerhaft im Scheibenzwischenraum. Das lässt sich nicht trocknen, nur ersetzen, wobei oft die Scheibe genügt und nicht das ganze Fenster. Faules Holz an Rahmen oder Flügel, besonders am unteren Querstück. Und Rahmen, die sich beim Schließen verziehen oder deren Beschläge ausgeschlagen sind, sodass der Flügel nicht mehr überall am Dichtungsanschlag anliegt.

Nicht eindeutig. Zugluft ist meistens ein Dichtungsproblem, kein Fensterproblem — eine neue umlaufende Dichtung kostet ein paar Euro je Meter. Ein klemmender Flügel lässt sich in vielen Fällen nachstellen; moderne Beschläge haben Verstellschrauben an Band und Schließstück. Und Kondenswasser innen auf der Scheibe ist kein Fensterdefekt, sondern eine Aussage über Luftfeuchte und Oberflächentemperatur im Raum.

Ein einfacher Test für die Dichtheit: Klemm ein Blatt Papier zwischen Flügel und Rahmen und schließ das Fenster. Lässt sich das Blatt ohne Widerstand herausziehen, liegt die Dichtung dort nicht an. Mach das an mehreren Stellen rundherum — wenn nur eine Ecke auffällt, ist das eine Einstellsache.

Und der Blick auf das Glas selbst: Halte eine Flamme oder eine Taschenlampe schräg vor die Scheibe. Bei Einfachglas siehst Du zwei Spiegelbilder, bei Isolierverglasung vier. Ändert eines davon leicht die Farbe, ist eine wärmedämmende Beschichtung vorhanden — dann ist die Verglasung neuer, als das Fenster aussieht.

Was der U-Wert aussagt

Der Wärmedurchgangskoeffizient U beschreibt, wie viel Wärme je Quadratmeter Bauteilfläche und je Grad Temperaturunterschied nach draußen wandert. Je kleiner, desto besser. Bei Fenstern begegnen Dir drei Varianten davon, und sie werden regelmäßig verwechselt.

  • Ug ist der Wert der Verglasung allein.
  • Uf ist der Wert des Rahmens.
  • Uw ist der Wert des gesamten Fensters, also Glas, Rahmen und Randverbund zusammen. Das ist die Zahl, auf die es ankommt.

Zur Einordnung: Ein altes Einfachglasfenster liegt grob bei 5, ein unbeschichtetes Isolierglas der Siebziger- und Achtzigerjahre bei etwa 3, eine moderne Zweifachverglasung mit Beschichtung und Gasfüllung bei rund 1,1 bis 1,3, eine Dreifachverglasung bei 0,8 bis 1,0 — jeweils bezogen auf das Gesamtfenster.

Wichtig ist noch eine zweite Zahl, die gern untergeht: der Gesamtenergiedurchlassgrad, kurz g-Wert. Er sagt, wie viel Sonnenenergie durch die Scheibe ins Haus kommt. Dreifachverglasung dämmt besser, lässt aber weniger Sonne herein. In einem nach Süden orientierten Wohnzimmer kann eine gute Zweifachverglasung über das Jahr deshalb fast dasselbe Ergebnis liefern wie eine Dreifachverglasung — bei niedrigeren Kosten.

Was das Gesetz beim Austausch verlangt

Hier wird es konkret, und viele Eigentümer wissen nicht, dass es überhaupt eine Vorschrift gibt. Sie steht im Gebäudemodernisierungsgesetz, dem Gesetz, das früher Gebäudeenergiegesetz hieß.

Nach § 36 gilt: Werden bei beheizten Räumen Außenbauteile erneuert, ersetzt oder erstmalig eingebaut, müssen die betroffenen Flächen die Höchstwerte der Anlage 7 einhalten. Ausgenommen sind Änderungen, die nicht mehr als 10 Prozent der gesamten Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe des Gebäudes betreffen. Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster und Außentüren bilden dabei eine eigene Bauteilgruppe.

Die Werte aus der Anlage 7 für Wohngebäude, jeweils in Watt je Quadratmeter und Kelvin:

MaßnahmeAnforderung
Fenster und Fenstertüren, ganzes Bauteil ersetzt oder erstmalig eingebautUw = 1,3
Dachflächenfenster, ganzes BauteilUw = 1,4
Nur die Verglasung oder verglaste Flügelrahmen ersetztUg = 1,1
Fenstertüren mit Klapp-, Falt-, Schiebe- oder HebemechanismusUw = 1,6
Neue AußentürenU = 1,8
Fenster mit Sonderverglasung, ganzes BauteilUw = 2,0

Drei Feinheiten aus den Fußnoten der Anlage lohnen sich zu kennen.

Erstens: Wird nur die Verglasung getauscht und ist der vorhandene Rahmen zur Aufnahme der vorgeschriebenen Verglasung ungeeignet, gilt die Anforderung nicht. Ist die Glasdicke aus technischen Gründen begrenzt, genügt eine Verglasung mit höchstens 1,3.

Zweitens, und das ist für Essener Altbauten wichtig: Werden bei Kasten- oder Verbundfenstern Verglasungen ersetzt, gilt die Anforderung als erfüllt, wenn eine Glastafel mit einer infrarot-reflektierenden Beschichtung mit einem Emissionsgrad von höchstens 0,2 eingebaut wird. Ein Kastenfenster muss also nicht auf 1,1 gebracht werden — es genügt die beschichtete Scheibe.

Drittens: Als Sonderverglasung gelten unter anderem Schallschutzverglasungen mit einem bewerteten Schalldämmmaß der Verglasung von mindestens 40 Dezibel. An einer stark befahrenen Straße kann also ein höherer U-Wert zulässig sein, wenn dafür der Schallschutz erreicht wird.

Und für Baudenkmäler sowie besonders geschützte oder erhaltenswerte Bausubstanz erlaubt § 105 des Gebäudemodernisierungsgesetzes ausdrücklich Abweichungen, wenn die Anforderungen Substanz oder Erscheinungsbild beeinträchtigen oder zu unverhältnismäßigem Aufwand führen.

Kosten: Größenordnungen, keine Angebote

Die Zahlen sind Erfahrungswerte für Essener Objekte, brutto, einschließlich Ausbau, Einbau und Entsorgung, ohne Gerüst und ohne Innenputzarbeiten. Sie ersetzen kein Angebot; ein verbindlicher Preis entsteht erst nach Aufmaß.

FenstertypBezugGrößenordnung
Kunststoff, Zweifachverglasung, Standardmaßje Fenster600 bis 950 €
Kunststoff, Dreifachverglasungje Fenster750 bis 1.250 €
Holz, Dreifachverglasungje Fenster1.000 bis 1.700 €
Holz-Aluminiumje Fenster1.200 bis 2.100 €
Denkmalgerechtes Holzfenster mit Sprossenteilungje Fenster1.600 bis 3.000 €
Kastenfenster aufarbeiten statt ersetzenje Fenster800 bis 2.000 €
Nur Isolierglas tauschen, Rahmen bleibtje m² Glas150 bis 300 €
Haustürje Stück2.000 bis 4.500 €
Rollladenkasten dämmen und abdichtenje Stück150 bis 400 €

Drei Positionen fehlen in vielen Angeboten und tauchen später als Nachtrag auf: die Innenlaibung, die nach dem Ausbau fast immer neu verputzt und gestrichen werden muss; die Außenabdichtung samt Blech und Anschluss an den Putz; und die Rollladenkästen, die bei Altbauten oft die größte Wärmebrücke im ganzen Raum sind. Frag ausdrücklich danach, bevor Du Angebote vergleichst. Wie Du Angebote überhaupt vergleichbar machst, steht unter Handwerker finden in Essen.

Warum neue Fenster Schimmel erzeugen können

Das ist der Teil, der bei Verkaufsgesprächen im Fensterstudio selten vorkommt, und er ist der wichtigste auf dieser Seite.

Feuchte Luft schlägt sich dort nieder, wo eine Oberfläche kalt genug ist. In einem alten Haus war das über Jahrzehnte die Fensterscheibe: Sie war die kälteste Fläche im Raum, dort lief das Wasser herunter, und morgens hat man es weggewischt. Zugleich waren die alten Fenster undicht, sodass ständig Luft und mit ihr Feuchtigkeit nach draußen wanderte — eine unfreiwillige, aber wirksame Dauerlüftung.

Setzt Du nun dichte Fenster mit warmen Scheiben ein, verschwinden beide Effekte auf einen Schlag. Die Feuchtigkeit bleibt im Raum, und die kälteste Fläche ist nicht mehr das Glas, sondern die Außenwandecke hinter dem Schrank, der Sturz über dem Fenster oder die ungedämmte Laibung. Genau dort wächst dann Schimmel. Das Fenster ist nicht der Fehler — es hat nur die Reihenfolge im Raum verändert.

Deshalb verlangt die einschlägige Lüftungsnorm ein Lüftungskonzept, wenn im Bestand mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht wird. Ein solches Konzept prüft, ob der notwendige Luftwechsel zum Feuchteschutz noch ohne Zutun der Bewohner sichergestellt ist, und schlägt sonst Maßnahmen vor: Fensterfalzlüfter, Außenwandluftdurchlässe, Abluftanlagen oder eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Diese Rechnung ist kein bürokratischer Selbstzweck, sie kostet ein paar Hundert Euro und verhindert einen Schaden, der ein Vielfaches kostet.

Zwei praktische Konsequenzen. Erstens: Wer Fenster tauscht, sollte die Laibungen mitdämmen — auch ein paar Zentimeter Dämmung an der inneren Laibung heben die Oberflächentemperatur spürbar an. Zweitens: Bei einem vermieteten Objekt gehört eine kurze schriftliche Erklärung zum Lüften dazu, sonst führt die Debatte nach dem ersten Winter direkt in einen Streit über die Ursache.

Und wenn ohnehin über die Fassade nachgedacht wird, ist die richtige Reihenfolge fast immer: erst die Wand dämmen oder die Entscheidung dagegen treffen, dann die Fenster passend dazu einbauen. Die Zusammenhänge stehen unter Fassadendämmung und Reihenfolge der Sanierung.

Denkmalschutz, Gestaltungssatzung und Kastenfenster

In Essen betrifft das mehr Objekte, als die meisten vermuten. Auf der Margarethenhöhe steht ein zusammenhängender historischer Siedlungsbestand unter Schutz; in mehreren Zechen- und Werkssiedlungen gibt es Gestaltungssatzungen, die Fensterteilung, Farbe, Material und Öffnungsart vorgeben. Wer dort ein weißes Kunststofffenster ohne Sprossen einbaut, hat unter Umständen ein Rückbauverlangen im Briefkasten, und beim späteren Verkauf steht die Frage im Raum, ob der Einbau überhaupt genehmigt war.

Der Weg ist immer derselbe: vor der Bestellung mit der Unteren Denkmalbehörde sprechen, das Muster abstimmen, die Zustimmung schriftlich einholen. Ob und wie das Gebäude erfasst ist, klärst Du zusammen mit der Bauakte in Essen. Was beim Verkauf solcher Häuser sonst noch zählt, steht unter Zechenhaus verkaufen.

Das Kastenfenster verdient dabei eine eigene Bemerkung, weil es meist besser ist als sein Ruf. Es besteht aus zwei hintereinander liegenden Fensterebenen mit einem Luftraum dazwischen. Dieser Luftraum dämmt, und er dämmt vor allem den Schall hervorragend. Ein aufgearbeitetes Kastenfenster mit neuen Dichtungen und einer beschichteten Scheibe in der Innenebene erreicht Werte, die nah an einem einfachen modernen Fenster liegen — und es bleibt das originale Bauteil. Genau dafür sieht die Anlage 7 die erwähnte Erleichterung mit der infrarot-reflektierenden Beschichtung vor. Die Aufarbeitung ist Handarbeit und kein billiges Vergnügen, aber sie ist oft günstiger als ein denkmalgerechter Nachbau.

Teiltausch oder alles auf einmal

Der Komplettaustausch hat drei Vorteile: eine Anfahrt, ein Gerüst, ein einheitliches Erscheinungsbild. Und einen Nachteil: die Summe auf einmal.

Der Teiltausch beginnt dort, wo die Fenster am schlechtesten und die Räume am wichtigsten sind — also meist Wohnzimmer und Schlafzimmer auf der Wetterseite. Er ist zulässig, denn die Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes greifen für die ausgetauschten Bauteile, nicht für die verbliebenen. Achte aber auf zwei Dinge. Erstens die Bagatellgrenze aus § 36: Betrifft die Maßnahme nicht mehr als 10 Prozent der gesamten Fensterfläche des Gebäudes, gelten die Höchstwerte gar nicht — bei einem Haus mit fünfzehn Fenstern ist ein einzelnes Fenster schnell darunter. Zweitens die Optik: Zwei Fensterprofile nebeneinander in einer Straßenfassade sieht jeder Käufer sofort.

In einer Eigentumswohnung ist der Teiltausch ohnehin keine private Entscheidung. Fenster gehören in aller Regel zum Gemeinschaftseigentum, auch wenn sie nur eine Wohnung belichten. Wer sie eigenmächtig tauscht, hat später ein Problem mit der Gemeinschaft und mit der Erstattung. Wie die Zuständigkeit verteilt ist, steht unter Wer zahlt die Fenster in der WEG.

Förderung und Nachweis

Für Fenster als Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle gibt es einen Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle; alternativ läuft die Förderung als Kredit über die KfW. Beides ist an technische Mindestanforderungen gebunden, die schärfer sind als die Höchstwerte des Gesetzes, und in aller Regel an die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst der Antrag, dann der Auftrag. Wer zuerst bestellt, verliert den Anspruch. Die Sätze und Bedingungen ändern sich, deshalb prüfe sie unmittelbar vor der Beauftragung.

Für den Energieausweis gilt: Bei einem Bedarfsausweis wirken neue Fenster direkt in der Berechnung, bei einem Verbrauchsausweis erst, wenn die neuen Abrechnungsjahre in die Auswertung rutschen. Welche Variante Du brauchst, steht unter Energieausweis in Essen.

Was der Tausch im Kaufpreis wirklich bringt

Jetzt die Frage, wegen der die meisten Verkäufer auf dieser Seite landen. Die ehrliche Antwort hat zwei Hälften.

Neue Fenster gehören zu den wenigen energetischen Maßnahmen, die man sofort sieht und anfasst. Sie wirken auf den ersten Eindruck, sie machen Räume ruhiger, und ein Käufer streicht sie mental von seiner Liste. In der Wirkung liegen sie deutlich vor Dämmung und Heizung, aber hinter Malerarbeiten und Böden. Das heißt: Sie helfen bei der Vermarktung, verkürzen die Vermarktungsdauer und verhindern Abschläge.

Sie bringen aber selten einen Aufschlag in Höhe der Investition. Ein Beispiel zum Nachrechnen: Ein Reihenhaus in Holsterhausen, vierzehn Fenster plus Haustür, Austausch in Kunststoff mit Dreifachverglasung, Laibungen und Rollladenkästen inbegriffen — realistisch rund 16.000 Euro. Erfahrungsgemäß landen davon etwa 50 bis 70 Prozent im erzielbaren Preis, also 8.000 bis 11.000 Euro. Der Rest ist weg.

Umgekehrt gilt aber auch: Sichtbar marode Fenster, verzogen, mit Kondenswasser zwischen den Scheiben, kosten in der Verhandlung fast immer mehr, als der Austausch kosten würde. Denn der Käufer rechnet nicht mit dem Fensterpreis, sondern mit Fenstern plus Maler plus Putz plus Bauzeit plus Unsicherheit. Der Mittelweg ist deshalb häufig der beste: nicht tauschen, sondern zwei belastbare Angebote Essener Fensterbauer einholen, dazu die Beschläge einstellen, Dichtungen erneuern und die zwei wirklich defekten Scheiben ersetzen lassen. Damit wird aus einem diffusen Mangel eine Zahl. Wie viel welche Maßnahme zurückbringt, steht unter Renovieren vor dem Verkauf, und wo der Preis am Ende landet, unter Angebotspreis finden.

Fazit

Fällig sind Fenster bei Einfachverglasung, bei Beschlag zwischen den Scheiben, bei faulem Holz und bei ausgeschlagenen Beschlägen — Zugluft und beschlagene Innenscheiben sind dagegen meist Einstell-, Dichtungs- oder Lüftungsthemen. Beim Austausch verlangt das Gebäudemodernisierungsgesetz über § 36 und Anlage 7 einen U-Wert von 1,3 für das ganze Fenster und 1,1 für die reine Verglasung, mit einer Bagatellgrenze von 10 Prozent der Fensterfläche und einer ausdrücklichen Erleichterung für Kasten- und Verbundfenster. Rechne je Fenster mit einer Größenordnung von 600 bis 2.100 Euro je nach Material, plus Laibung, Abdichtung und Rollladenkasten. Denk das Lüftungskonzept mit, sonst erzeugen dichte Fenster genau den Schimmel, den sie verhindern sollten. Und vor dem Verkauf gilt: Nur ein Teil der Investition kommt zurück, aber ein sichtbar maroder Fensterbestand kostet mehr als der Tausch — deshalb schlägt das belastbare Angebot in vielen Fällen die Baustelle.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob meine Fenster wirklich fällig sind?

Eindeutig sind Einfachverglasung, Beschlag zwischen den Scheiben, faules Holz am unteren Querstück und ausgeschlagene Beschläge; Zugluft und klemmende Flügel lassen sich dagegen oft durch neue Dichtungen und Nachstellen der Beschläge beheben.

Was bedeutet der U-Wert bei Fenstern?

Er gibt an, wie viel Wärme je Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied nach außen wandert — Ug meint die Verglasung, Uf den Rahmen, Uw das gesamte Fenster, und nur der letzte Wert ist der, auf den es ankommt.

Welchen U-Wert verlangt das Gesetz beim Fenstertausch?

Nach § 36 und Anlage 7 des Gebäudemodernisierungsgesetzes darf ein ersetztes Fenster in einem Wohngebäude Uw = 1,3 nicht überschreiten, ein Dachflächenfenster 1,4, eine neue Außentür 1,8; wird nur die Verglasung getauscht, gilt Ug = 1,1.

Gilt das auch, wenn ich nur ein einzelnes Fenster tausche?

Nein, § 36 nimmt Änderungen aus, die nicht mehr als 10 Prozent der gesamten Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe betreffen — ein einzelnes Fenster in einem Haus mit vielen Fenstern liegt in der Regel darunter.

Was kostet ein neues Fenster?

Als Größenordnung inklusive Einbau und Entsorgung 600 bis 950 Euro für Kunststoff mit Zweifachverglasung, 750 bis 1.250 Euro mit Dreifachverglasung, 1.000 bis 2.100 Euro für Holz oder Holz-Aluminium und 1.600 bis 3.000 Euro für denkmalgerechte Ausführungen — Laibung, Abdichtung und Rollladenkasten kommen dazu.

Warum bekomme ich nach dem Fenstertausch Schimmel?

Weil die alten Fenster gleichzeitig die kälteste Fläche und eine ständige Zwangslüftung waren: Sind sie dicht und warm, bleibt die Feuchtigkeit im Raum und schlägt sich an der nächstkälteren Stelle nieder, meist in der Außenwandecke oder an der ungedämmten Laibung.

Brauche ich ein Lüftungskonzept?

Ja, wenn im Bestand mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht wird — es prüft, ob der notwendige Luftwechsel zum Feuchteschutz ohne Zutun der Bewohner sichergestellt ist, und schlägt sonst Falzlüfter, Außenwandluftdurchlässe oder eine Lüftungsanlage vor.

Muss ich im Denkmalbereich moderne Fenster einbauen?

Nein, § 105 des Gebäudemodernisierungsgesetzes erlaubt Abweichungen, wenn die Anforderungen Substanz oder Erscheinungsbild beeinträchtigen oder zu unverhältnismäßigem Aufwand führen — vor der Bestellung gehört die Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde dazu.

Lohnt es sich, ein Kastenfenster aufzuarbeiten?

Häufig ja: Der Luftraum zwischen den beiden Ebenen dämmt gut und schützt hervorragend gegen Schall, und die Anlage 7 lässt beim Verglasungstausch an Kasten- und Verbundfenstern ausdrücklich eine Glastafel mit infrarot-reflektierender Beschichtung mit einem Emissionsgrad bis 0,2 genügen.

Kann ich in meiner Eigentumswohnung die Fenster allein tauschen?

In aller Regel nicht, denn Fenster gehören meist zum Gemeinschaftseigentum, auch wenn nur Deine Wohnung dahinterliegt — der Austausch ist Sache der Gemeinschaft, und ein eigenmächtiger Tausch führt fast immer zum Streit über die Erstattung.

Bringen neue Fenster den Kaufpreis wieder herein?

Erfahrungsgemäß landen etwa 50 bis 70 Prozent der Investition im erzielbaren Preis; umgekehrt kostet ein sichtbar maroder Fensterbestand in der Verhandlung oft mehr als der Austausch, weil Käufer Maler, Putz, Bauzeit und Unsicherheit mitrechnen.

Wer dir das hier schreibt

Auszeichnung FOCUS TOP Immobilienmakler für GOTTSCHLING Immobilien
Als TOP-Immobilienmakler ausgezeichnet – unter anderem von FOCUS
  • Ausgezeichnet von CHIP, FOCUS, Properbird und dem Capital Makler-Kompass als Top-Immobilienmakler.
  • Über 400 Immobilienverkäufe, mehr als 1.000 Vermietungen und rund 4.000 verwaltete Wohneinheiten im Ruhrgebiet.
  • Über 20 Jahre in Essen – inhabergeführt, keine Filiale einer Kette.
  • Eigenes Handwerkernetz für Entrümpelung, Maler, Boden, Fliesen, Bad, Elektrik, Dach und Dämmung.

Alle Auszeichnungen findest du im Makler-Portfolio.

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Christian Gottschling mit dem Team von GOTTSCHLING Immobilien in Essen
Christian Gottschling und das Team von GOTTSCHLING Immobilien

Christian Gottschling
Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH in Essen. Über 400 Immobilienverkäufe, mehr als 1.000 Vermietungen und rund 4.000 verwaltete Wohneinheiten im Ruhrgebiet, dazu ein eigenes Handwerkernetz für alle Gewerke.

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Zuletzt geprüft am 4. September 2026. Rechtsgrundlagen: Gebäudemodernisierungsgesetz mit Anlage 7 sowie §§ 36, 105, §§ 632, 632a, 634, 634a, 640, 650b, 650c, 650i, 650l, 650m, 442, 438, 444, 341 BGB, §§ 312b, 355, 356 BGB, § 1 Abs. 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, §§ 35a, 35c EStG, § 1 Abs. 1, § 6 und Anlage A Handwerksordnung, § 194 BauGB. Auskunftsstellen: Handwerkskammer Düsseldorf mit der Handwerksrolle, Kreishandwerkerschaft Essen, IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen. Kostenangaben sind Größenordnungen, keine Angebote. Förderprogramme des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und der KfW ändern sich – vor Auftragsvergabe prüfen. Dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Im Einzelfall entscheiden Notar, Rechtsanwalt oder Steuerberater.