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Immobilienpreise in Essen-Stoppenberg

Zeche Zollverein Schacht XII in Essen-Stoppenberg
Foto: Anil Öztas, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwei Wohnungen, zwei Straßen weit auseinander. In den meisten Essener Stadtteilen bedeutet das einen spürbaren Preisunterschied. In Stoppenberg bedeutet es fast nichts — und genau das ist die wichtigste Information, die dieser Stadtteil bereithält.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Essen weist für Stoppenberg 1.950 Euro je Quadratmeter Wohnfläche aus, Rang 43 unter den 50 Essener Stadtteilen. Der Bodenrichtwert liegt bei 270 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche, Rang 42. Damit ist Stoppenberg der teuerste der drei Stadtteile im Stadtbezirk VI — vor Schonnebeck und Katernberg, bei Wohnung und Boden.

Das Bemerkenswerte steckt aber in der Verteilung. Die acht Stoppenberger Wohnungszonen liegen zwischen 1.950 und 2.000 Euro. Fünfzig Euro Unterschied, das sind 2,6 Prozent über den ganzen Stadtteil. Zum Vergleich: In Huttrop sind es 51 Prozent. Beim Wohnungswert gibt es in Stoppenberg praktisch keine Lagefrage. Was den Preis Deiner Wohnung entscheidet, ist die Wohnung selbst.

Was der Gutachterausschuss für Stoppenberg ausweist

Der Gutachterausschuss ist keine Firma und kein Portal, sondern eine unabhängige Stelle bei der Stadt Essen. Jeder notariell beurkundete Kaufvertrag über eine Essener Immobilie landet dort in der Kaufpreissammlung. Die folgenden Werte kommen also aus echten Abschlüssen, nicht aus Anzeigen.

KennzahlWert für StoppenbergBezugsgröße
Immobilienrichtwert Median1.950 €je m² Wohnfläche
Immobilienrichtwert Spanne1.950 € bis 2.000 €je m² Wohnfläche
Zahl der Richtwertzonen8Eigentumswohnung
Bodenrichtwert Median270 €je m² Grundstücksfläche
Bodenrichtwert Spanne235 € bis 310 €je m² Grundstücksfläche
Zahl der Richtwertzonen15Wohnbauland, baureif

Die beiden Zahlen messen Verschiedenes und dürfen nie ohne Bezugsgröße nebeneinanderstehen. Der Immobilienrichtwert ist ein Preis je Quadratmeter Wohnfläche und meint die fertige Eigentumswohnung samt Gebäudeanteil. Der Bodenrichtwert ist ein Preis je Quadratmeter Grundstücksfläche und meint den nackten Boden, so als stünde nichts darauf.

Der Immobilienrichtwert beschreibt zudem ein für ganz Essen gleich definiertes Normobjekt: Eigentumswohnung, Baujahr 1962, 69 Quadratmeter Wohnfläche, mittlerer Gebäudestandard, sieben bis zwölf Wohnungen im Haus, Balkon vorhanden, kein Stellplatz, unvermietet, Weiterverkauf statt Neubau. Der Gutachterausschuss schreibt selbst dazu: Immobilienrichtwerte ersetzen keine Verkehrswertermittlung. Was ein Verkehrswert ist, steht im Lexikon.

Ein Wort zur Datenbasis: Acht Wohnungszonen sind wenig — Rüttenscheid hat zwanzig, Kettwig neunundzwanzig. Beim Boden steht Stoppenberg mit fünfzehn Zonen besser da. Dass die schmale Basis hier weniger wiegt als anderswo, liegt daran, dass die acht Zonen alle dasselbe sagen.

Warum die Spanne wichtiger ist als der Mittelwert

Die acht Stoppenberger Wohnungszonen im Klartext: fünfmal 1.950 und dreimal 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Mehr Werte gibt es nicht. Der ganze Stadtteil kennt beim Wohnungsrichtwert genau zwei Zahlen.

Das ist ungewöhnlich, und es hat eine praktische Folge, die Dir Geld spart: Die Frage „in welcher Zone liegt meine Wohnung?“ kostet Dich in Stoppenberg maximal 50 Euro je Quadratmeter. Bei 66 Quadratmetern sind das 3.300 Euro. In Huttrop entscheidet dieselbe Frage über 72.000 Euro. Du kannst die Zonenfrage hier also getrost hintanstellen und Dich sofort auf das Objekt konzentrieren.

Beim Boden sieht es anders aus. Fünfzehn Zonen von 235 bis 310 Euro, das sind fast 32 Prozent Unterschied. Die Verteilung: 235, dreimal 245, 250, zweimal 260, zweimal 270, zweimal 280, 290 und zweimal 300 sowie 310 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche. Die untersten Zonen liegen damit unter dem Stadtteilmedian von Altenessen-Nord mit 240 Euro, die obersten treffen mit 310 Euro genau die Werte von Nordviertel und Ostviertel.

Was den Unterschied macht, ist in Stoppenberg die alte Struktur des Bergbaustadtteils:

  • Die Wohnquartiere am Kirchberg und die ruhigen Anliegerlagen. Gewachsene Bebauung, Nahversorgung, kein Durchgangsverkehr — dort sitzen die oberen Bodenzonen.
  • Die Zechensiedlungen. Gleichförmige Zeilen mit kleinen Parzellen und häufig einheitlicher Eigentümerstruktur. Der Boden trägt dort weniger, weil der Käuferkreis schmaler ist.
  • Die Ränder zu Gewerbe, Bahn und den großen Verkehrsachsen. Wo Wohnen an Betrieb grenzt, sinkt der Wohnbaulandwert. Hier entstehen die 235- und 245-Euro-Zonen.
  • Die Nähe zur Innenstadt. Stoppenberg liegt näher am Zentrum als mancher teurere Stadtteil. Dass sich das nicht im Preis niederschlägt, ist die eigentliche Stoppenberger Besonderheit.

Mehr zu dieser Mechanik unter Makrolage und Mikrolage und Bodenrichtwertkarte Essen.

Was Deine Wohnung wirklich wert ist

Weil die Lage in Stoppenberg fast nichts entscheidet, entscheidet das Objekt fast alles. Das ist eine gute Nachricht: Am Objekt kannst Du arbeiten, an der Adresse nicht.

Ein typischer Stoppenberger Fall: 66 Quadratmeter im ersten Obergeschoss eines Hauses mit zehn Parteien, Baujahr Anfang der Sechziger, Balkon zur Hofseite, kein Aufzug, kein Stellplatz, Bad in den Neunzigern modernisiert, Fenster zweifach verglast, Energieausweis Klasse G.

Startwert: 66 × 1.950 Euro = 128.700 Euro. Ab hier wird gerechnet. Alle folgenden Zu- und Abschläge sind Erfahrungswerte aus der Bewertungspraxis, keine amtlichen Größen — der Gutachterausschuss veröffentlicht sie in dieser Form nicht.

MerkmalWirkungIn Euro bei 128.700 €
Zone (1.950 statt 2.000 €/m²)−2,6 %−3.300 €
Baujahr wie das Normobjektneutral0 €
Bad seit den Neunzigern unverändert−4 bis 7 %−5.100 bis 9.000 €
Balkon zur ruhigen Hofseite+2 bis 4 %+2.600 bis 5.100 €
Erstes Obergeschoss ohne Aufzugneutral0 €
Garage oder Stellplatz würde bringen+5.000 bis 9.000 €+5.000 bis 9.000 €
Energieausweis Klasse G−8 bis 14 %−10.300 bis 18.000 €
Sanierungsstau am Gemeinschaftseigentum−6 bis 14 %−7.700 bis 18.000 €

Damit landet die Beispielwohnung realistisch zwischen 100.000 und 125.000 Euro. Auffällig ist das Größenverhältnis: Die Lage bewegt 3.300 Euro, Energieklasse und offener Sanierungsbeschluss je bis zu 18.000 Euro. Wer in Stoppenberg über den Preis reden will, redet über den Zustand des Hauses und über die Rücklage — alles andere ist Nebenschauplatz. Wie Du das vor dem Verkauf prüfst, steht unter Erhaltungsrücklage prüfen, zum Begriff selbst unter Sanierungsstau. Und was hinter dem Buchstaben im Ausweis steckt, erklärt die Energieeffizienzklasse. Bei einem niedrigen Ausgangspreis wiegt eine schlechte Energieklasse prozentual schwerer, weil die Sanierungskosten in Euro dieselben bleiben, der Kaufpreis aber kleiner ist.

Christian Gottschling steht vor einem Einfamilienhaus mit Verkaufsschild, Hausverkauf in Essen
Vor einem Haus im Verkauf

Vermietet oder leer verkaufen

Eine vermietete Eigentumswohnung erzielt im Schnitt rund neun Prozent weniger als dieselbe Wohnung leer. Deshalb ist auch das Normobjekt des Gutachterausschusses ausdrücklich unvermietet definiert.

Für die 66-Quadratmeter-Wohnung in Stoppenberg heißt das: rund 128.700 Euro leer, rund 117.100 Euro vermietet. Die Differenz liegt bei etwa 11.600 Euro.

In Stoppenberg fällt dieser Abschlag oft kleiner aus als in den Südstadtteilen, und das hat einen handfesten Grund. Bei einem Preisniveau von 1.950 Euro je Quadratmeter rechnet sich eine Wohnung als Kapitalanlage — die Rechnung dazu steht unter Mietrendite berechnen. Anleger stören sich nicht an einem laufenden Mietvertrag, sie wollen ihn. In manchen Fällen erzielt eine gut und ordentlich vermietete Wohnung in Stoppenberg deshalb fast denselben Preis wie eine leere. Umgekehrt gilt: Ein Mietvertrag mit Rückstand, Konflikt oder unklarer Betriebskostenlage kostet deutlich mehr als neun Prozent. Die Abwägung habe ich unter vermietete Wohnung verkaufen aufgeschrieben.

Ein Haus rechnet sich anders

Bei der Eigentumswohnung steckt der Bodenanteil versteckt im Quadratmeterpreis. Beim Haus rechnest Du ihn offen: Grundstücksfläche mal Bodenrichtwert, plus Gebäudewert.

Beispiel Stoppenberg: Doppelhaushälfte, 105 Quadratmeter Wohnfläche auf 320 Quadratmetern Grundstück, Baujahr Ende der Fünfziger, in Teilen modernisiert — neue Fenster, neue Heizung, Dach vor einigen Jahren gedeckt.

  • Bodenwert zum Stadtteilmedian: 320 m² × 270 €/m² = 86.400 Euro
  • Gebäude neu gedacht: 105 m² × rund 2.300 €/m² Herstellungskosten = 241.500 Euro (Erfahrungswert, keine amtliche Größe)
  • Alterswertminderung: Rechnerisch wäre das Haus bei 80 Jahren üblicher Gesamtnutzungsdauer fast am Ende. Wegen der Modernisierungen setzt man die Restnutzungsdauer mit 25 statt mit 12 Jahren an, also gut 31 Prozent: rund 75.000 Euro
  • Summe: etwa 161.000 Euro als grober Sachwert

Genau hier zeigt sich, warum die Alterswertminderung in Stoppenberg der wichtigste Hebel ist. Ein Gebäude verliert Wert, weil seine verbleibende Nutzungsdauer schrumpft — und eine echte Modernisierung verlängert diese Restnutzungsdauer und hebt den Gebäudewert unmittelbar wieder an. Bei diesem Beispielhaus macht der Unterschied zwischen 12 und 25 angesetzten Jahren rund 39.000 Euro aus. Der Zonentest fällt dagegen bescheiden aus: In der günstigsten Bodenzone käme dasselbe Haus auf rund 150.000 Euro, in der teuersten auf rund 175.000 Euro — 24.000 Euro Unterschied. Modernisierung schlägt Lage, und zwar deutlich.

Drei Fragen bewegen bei einem Stoppenberger Grundstück trotzdem mehr Geld als jede neue Küche, und alle drei kommen aus der Bergbaugeschichte des Essener Nordens. Erstens die Bergsenkung: Liegt das Grundstück in einem Einwirkungsbereich, will jeder Käufer wissen, ob Senkungen dokumentiert und Schäden gemeldet sind — was das heißt, steht unter Bergsenkungsgebiete in Essen, die kostenfreie Auskunft läuft über die RAG, der Weg dahin unter Bergbauauskunft. Zweitens die Altlasten: Aufgefüllte Flächen, alte Betriebsstandorte und Schlackenwege im Garten sind im Norden keine Seltenheit, und ein Eintrag im Kataster drückt den Wert eines einzelnen Grundstücks weit unter die Zone — Einstieg unter Altlasten in Essen. Drittens die Kampfmittel: Bei Neubau, Anbau oder tiefen Erdarbeiten kostet die Luftbildauswertung Zeit und Geld, siehe Kampfmittel in Essen.

Steht auf dem Grundstück ein altes Zechen- oder Siedlungshaus, gelten eigene Regeln bei Grundriss, Substanz und Käuferkreis — nachzulesen unter Zechenhaus verkaufen, bei Häusern der Wiederaufbaujahre unter Wiederaufbauhaus. Welches Bewertungsverfahren zu Deinem Objekt passt, steht unter Bewertungsverfahren wählen.

Stoppenberg im Vergleich

Rang 43 von 50 beim Immobilienrichtwert, Rang 42 beim Bodenrichtwert. Der Median über alle 50 Essener Stadtteile liegt bei 2.300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche — Stoppenberg also rund 15 Prozent darunter. Der Stadtbezirk VI ist mit drei Stadtteilen der kleinste und zugleich der günstigste Bezirk Essens, und innerhalb dieses Bezirks liegt Stoppenberg vorn.

StadtteilWohnung €/m² Wfl.Boden €/m² Grd.Rang Wohnung
Stoppenberg1.95027043
Schonnebeck1.95024543
Katernberg1.90022548
Altenessen-Süd2.00028038
Frillendorf2.00028538

Der ganze Essener Nordosten liegt in einem engen Band: Zwischen Katernberg und Frillendorf, über vier Stadtteile hinweg, liegen beim Wohnungsrichtwert 100 Euro je Quadratmeter. Beim Boden ist der Abstand relativ betrachtet größer — auch hier bewegt der Boden mehr. Was das für Frillendorf bedeutet, steht unter Immobilienpreise in Frillendorf. Alle 50 Stadtteile nebeneinander findest Du unter Immobilienpreise in Essen, den Stadtteil selbst im Porträt Stoppenberg.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der amtliche Immobilienrichtwert für Stoppenberg liegt bei 1.950 Euro je Quadratmeter Wohnfläche — Rang 43 unter den 50 Essener Stadtteilen.
  • Der Bodenrichtwert für baureifes Wohnbauland beträgt 270 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche, Rang 42.
  • Alle acht Wohnungszonen liegen bei 1.950 oder 2.000 Euro. Die Lagefrage entscheidet über 2,6 Prozent — in Huttrop sind es 51 Prozent.
  • Damit entscheidet in Stoppenberg das Objekt: Zustand, Bad, Energieklasse, Rücklage. Genau die Punkte, an denen Du vor dem Verkauf noch etwas ändern kannst.
  • Beim Haus schlägt die Modernisierung die Lage. Im Beispiel macht die verlängerte Restnutzungsdauer rund 39.000 Euro aus, die Bodenzone nur 24.000 Euro.
  • Bergsenkung, Altlasten und Kampfmittel bewegen bei einem Grundstück hier mehr als jede Renovierung.

Häufige Fragen

Ist es wirklich egal, wo in Stoppenberg meine Wohnung liegt?

Für den amtlichen Richtwert fast. Zwischen der günstigsten und der teuersten Zone liegen 50 Euro je Quadratmeter. Für den erzielbaren Preis ist es natürlich nicht egal — Nachbarschaft, Hausgemeinschaft, Aussicht und Lärm wirken weiterhin. Diese Punkte tauchen nur nicht mehr in der Zone auf, sondern im Zu- und Abschlag auf das einzelne Objekt.

Warum ist der Boden gespreizter als die Wohnung?

Weil im Wohnungspreis der Gebäudewert als preisdämpfende Konstante mitläuft. Ziegel, Estrich und Fenster kosten überall dasselbe. Der Boden dagegen ist reine Lage und reagiert deshalb schärfer — in Stoppenberg mit fast 32 Prozent Unterschied zwischen günstigster und teuerster Zone.

Sind acht Richtwertzonen genug für eine belastbare Aussage?

Für eine grobe Einordnung ja. Rüttenscheid hat zwanzig, Kettwig neunundzwanzig — daran gemessen ist die Stoppenberger Basis schmal. Weil die acht Zonen aber alle dasselbe sagen, ist die Aussage trotzdem stabil. Für ein konkretes Objekt ersetzt sie keine Bewertung.

Wie stark drückt eine schlechte Energieklasse hier?

Stärker als im Essener Süden, und zwar aus einem simplen Grund: Die Sanierungskosten sind in Euro überall gleich, der Kaufpreis ist hier aber niedriger. Derselbe Betrag frisst deshalb einen größeren Prozentsatz. Erfahrungsgemäß liegen bei Klasse G acht bis vierzehn Prozent Abschlag im Raum.

Mein Haus steht in einer alten Zechensiedlung. Ist das ein Nachteil?

Nicht zwingend. Solche Häuser haben oft solide Substanz, gute Grundrisse für Familien und einen brauchbaren Garten. Der Käuferkreis ist enger, dafür ist er treu. Entscheidend sind Grundriss, Feuchtigkeit im Keller und die Frage, ob Modernisierungen fachgerecht ausgeführt wurden.

Muss ich einen Bergschaden offenlegen?

Ja, wenn Du davon weißt. Bekannte Bergschäden und dokumentierte Senkungen sind offenbarungspflichtig, und ein Verschweigen kann als arglistige Täuschung gewertet werden — dann hilft auch der Gewährleistungsausschluss im Kaufvertrag nicht. Ein offen gelegter, sanierter Schaden kostet weniger Preis als ein später entdeckter.

Gilt der Wert von 1.950 Euro auch für ein Haus?

Nein. Der Immobilienrichtwert gilt ausschließlich für Eigentumswohnungen im Weiterverkauf. Beim Haus rechnest Du über Bodenrichtwert plus Gebäudewert oder über Vergleichsobjekte.

Wie oft ändern sich die Richtwerte?

Einmal jährlich, immer zum 1. Januar. Der Gutachterausschuss beschließt sie im Frühjahr und veröffentlicht sie über BORIS.NRW.

Lohnt sich eine Renovierung vor dem Verkauf?

In Stoppenberg häufiger als in teuren Lagen, weil das Objekt hier fast die gesamte Preisbildung trägt. Frische Böden und Wandfarbe rechnen sich fast immer, ein neues Bad selten vollständig, eine neue Heizung fast nie zum vollen Preis. Die Zahlen dazu stehen unter Renovieren vor dem Verkauf.

Ersetzt der Richtwert ein Gutachten?

Nein, und das schreibt der Gutachterausschuss selbst so. Für Finanzamt, Erbauseinandersetzung oder Gericht brauchst Du eine belastbare Wertermittlung. Für eine erste Einordnung taugt der Stoppenberger Wert gut, weil er so eng gefasst ist. Der Weg vom Richtwert zum Angebotspreis steht unter Angebotspreis finden.

Der Richtwert ist der Anfang, nicht das Ergebnis. Er kennt Dein Baujahr nicht, Deinen Schnitt nicht und Deinen Sanierungsstand nicht. Ich sehe mir das Objekt an und sage Dir eine Zahl, die Du auch belegen kannst — kostenlos und ohne dass Du danach einen Auftrag erteilen musst. Bewertung anfordern.

Christian Gottschling mit dem Team von GOTTSCHLING Immobilien in Essen
Christian Gottschling und das Team von GOTTSCHLING Immobilien

Christian Gottschling
Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH in Essen. Über 400 Immobilienverkäufe, mehr als 1.000 Vermietungen und rund 4.000 verwaltete Wohneinheiten im Ruhrgebiet, dazu ein eigenes Handwerkernetz für alle Gewerke.

Zuletzt geprüft am 6. September 2026. Immobilien- und Bodenrichtwerte: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Essen, veröffentlicht als offene Daten über BORIS.NRW (Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0), Stichtag 1. Januar des laufenden Jahres. Immobilienrichtwerte gelten für Eigentumswohnungen im Weiterverkauf, unvermietet, je Quadratmeter Wohnfläche; Normobjekt Baujahr 1962, 69 Quadratmeter, mittlerer Standard, Balkon, kein Stellplatz. Bodenrichtwerte für baureifes Wohnbauland je Quadratmeter Grundstücksfläche. Alle Werte sind Mediane und ersetzen keine Verkehrswertermittlung. Zu- und Abschläge sind Erfahrungswerte aus der Bewertungspraxis, keine amtlichen Größen. Dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung.